Jan 082012
 

Angekommen in Indien – unser Abenteuer startet wegen der Auto Expo 2012 nicht in Mumbai, sondern in Delhi.

Die indische Hauptstadt begrüßt uns, wie nicht anders zu erwarten, mit ihrem ganz eigenen Duft und vor allem viel Nebel, der bis in die Flughafenhalle zieht. Nach annähernd einer Stunde in den Schlangen vor der Passkontrolle ereilt uns eine erste, nicht unbedingt schöne Überraschung: einer unserer fünf Koffer hat es nicht auf den Anschlussflug geschafft und wird erst in der nächsten Nacht mit der Maschine aus Zürich kommen. Dummerweise hat es das Gepäckstück erwischt, in dem sich all unsere Schuhe befinden (bitte jetzt keine Weisheiten über das vernünftige Verteilen von Textil- und Lederwaren auf verschiedene Koffer…), so dass Frederik sich kurzzeitig in Anzug und Sneakers die ersten Termine wahrnehmen sah. Eingebracht hat uns das fehlende Teil zunächst einen halbstündigen Aufenthalt bei der Gepäckermittlung und anschließend ein höchst unterhaltsames Gespräch mit zwei eher dienstälteren indischen Zöllnern, die sich vorerst mehr für die bereits vorhandene, und zugegebenermaßen recht beachtliche, Gepäckmenge als für die Auslösung des nachzuliefernden Koffers interessieren. Unsere Versicherung, die beiden mitgebrachten Notebooks und unsere Kamera nach Abschluss unseres dreijährigen Aufenthaltes ganz, ganz sicher wieder mit nach Deutschland zu nehmen und keinesfalls in Indien zu veräußern, ist dann offenbar ausreichend glaubhaft, um uns schließlich doch ohne Kofferauspacken weiterziehen zu lassen.

Vor dem Flughafen erwarten uns noch mehr Nebel und ein freundlicher Zeitgenosse mit Volkswagen-Schild, dem es irgendwie gelingt, uns gemeinsam mit einem weiteren Herren, dessen Gepäck, unseren vier verbleibenden Koffern und ebenfalls vier Handgepäckstücken in einen einzigen Vento zu verfrachten. Kurz vor halb fünf morgens endet unsere Anreise dann endlich am Hotel.

Die Aussicht aus unserem Zimmer am nächsten Morgen reicht dank – richtig! – Nebel ganze sieben Meter weit, die Welt endet hinter dem Hotelpool. So sparen wir uns am ersten Tag das Sightseeing und Euch diverse Bilder von Delhi im Dunst und werden lieber erstmal so gut wie möglich den Jetlag los.

Am zweiten Tag wartet dann der erste Messebesuch. Das Bedürfnis, uns nach Flug- und Ruhetag die Beine zu vertreten, stillen wir gleich nach Ankunft auf dem Messegelände, das wir – teils mangels Ortskenntnis, teils mangels erschöpfend beschrifteter Hallenpläne – zunächst einmal vollständig durchqueren, bevor wir feststellen dürfen, dass der Volkswagen Stand sich in vergleichsweiser Nähe zu dem Eingang, durch den wir angekommen sind, befindet. Die Messe an sich zeigt den gleichen Kontrast, den wir in anderem Zusammenhang schon häufiger erleben durften: Außen wirkt alles ein wenig unfertig, unaufgeräumt und chaotisch, kaum betreten wir die Halle, umgibt uns weiße Volkswagen Sauberkeit. Insgesamt ist an diesem wie auch am nächsten Tag überraschend voll in den Hallen und viele der Besucher sehen für Pressetage verdächtig wenig nach Medienvertretern aus. Wie wir hinterher erfahren, war es allerdings möglich, zu – im Vergleich zu den “public days” – deftigen Eintrittsgeldern Tickets und damit – wieder im Vergleich zu den “public days” – den ein oder anderen Quadratzentimeter Platz zu erwerben.

Die beiden Messetage enden mit einer Einladung zu leckerem chinesischem Essen (dafür noch mal ein riesiges Dankeschön!), dem Abschied von all denen, die am Freitag wieder Richtung Deutschland fliegen und dem langsamen Realisieren, dass wir nicht mit in die Maschine steigen werden. Mal abgesehen davon, dass wir andernfalls wohl nie zusammen zur Auto Expo nach Delhi gekommen wären, startet es nun also: Unser Indien-Abenteuer!

 

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