… hinterher die Farbe wieder vom Finger zu bekommen. Vergangene Woche wurde hier in Mumbai gewählt. Um sicherzustellen, dass da keiner so einfach zweimal hinmarschieren kann, bekommt dann jeder, der seine Stimme bereits abgegeben hat, auf einen seiner Finger eine Markierung mit wasser- und wer-weiß-was-noch-so-alles-fester Tinte gepinselt. Das Bild habe ich ausnahmsweise in Ermangelung eigener Fotomodelle von hier geklaut: Wikipedia – Election ink. Omprakash hat die Wahl nämlich verpasst, obwohl er fest vorhatte, hinzugehen. Dummerweise wählte Mumbai aber auf einem Donnerstag und ausgerechnet an selbigem musste Frederik zu einem Termin nach Pune, und von diesem Ausflug sind die beiden leider
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Hier in Indien ist die Hochzeitssaison gerade in vollem Gange. So eine Veranstaltung läuft dann, mehr oder weniger lautstark, über mehrere Tage. Die ein oder andere Familie hat dann tatsächlich genug Rupees, um sich und ihre gesamte Sippschaft für die ganze Zeit im Hyatt einzuquartieren, inkl. Event Agentur mit Help Desk, wagenweise give aways und nicht weniger als 50 Autos, die dann – sehr zur Freude der anderen Gäste, die just im selben Moment auf die Idee kamen, sich irgendwohin auf den Weg machen zu wollen – hübsch durchnummeriert vor dem Hotel parkten. An ihrem vermutlich letzten Tag waren wir
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Nebenan wird renoviert. Das an sich ist jetzt erstmal noch nichts Ungewöhnliches und für indische Augen ist das, was uns das Blut in den Adern gefrieren lässt, wohl auch Alltag: das Baugerüst. Es besteht aus unzähligen Bambusstangen, die mit Seilen zu einem Gitter verwoben sind. So rankt es sich die gesamte Fassade entlang und bietet den Arbeitern die Grundlage, mit katzen- oder soll ich besser sagen affenhafter Geschicklichkeit bis zum obersten Stockwerk zu turnen. Vor ein paar Tagen war dann die erste Hälfte des Hauses fertig gestrichen und erstrahlt nun – zumindest vorübergehend – in blütenweißer Pracht. Gleichzeitig hatten wir
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